Veeam Agent for Linux – Recovery mit Hürden

04 Okt 2017
4. Oktober 2017

Um den Backupprozess zu vereinheitlichen wurde vor einiger Zeit bei den letzten verbliebenen physischen Rechnern/Servern auf Veem Endpoint Backup bzw. Veeam Agent for Linux bzw. for Windows umgestellt. Die Datenspeicherung erfolgt über ein zentrales Veeam Backup Repository. Das ganze Backup- und Recovery Szenario wurde in einer VM Umgebung durgespielt und dokumentiert und, man ahnt es schon, VM Umgebung…., gabs beim ersten Recoveryversuch an der echten phsyischen Maschine erhöhten Pulsschlag.

Im konkreten Fall wird eine Debian Maschine, installiert auf einer Dell Workstation T3600, mittels Veeam Agent for Linux täglich gesichert. Zum Zeitpunkt der Wiederherstellung lief das System noch. Es sollte nur ein paar Tage zurückgesetzt werden. Als erstes also das Linux Recovery Image bei Veeam heruntergeladen, per Rufus auf nen Stick gepresst, Workstation gebootet und schwupp die wupp, Kernel Panic!…. nach wenigen Sekunden.

Ein Blick in die Doku bei Veeam verrät, daß in dem Recovery Image u.U. Treiber für die eigene Hardware fehlen könnten und es eine Möglickeit für die Erstellung eines eigenen individuellen Recovery Mediums gibt. Glücklicherweise lief der betreffende Rechner noch. Man kopiert das Imagefile von Veeam (nenne ich jetzt mal ‚veeam-base-image.iso‘) auf den betreffenden Rechner und erzeugt mittels:

veeamconfig config patchiso --input /tmp/veeam-base-image.iso --/tmp/output custom-drivers-image.iso

ein neues Imagefile. Dieses dann wieder per Rufus auf den Stick pressen, Rechner neu starten und tadaaa…. o.O hängt der Bootvorgang schon wieder, diesmal in einer Schleife mit der unschönen Meldung

Not enough memory to load specified image

Hier half es auf dem Stick die Datei isolinux.cfg im Ordner isolinux mittels eines Texteditors (bspw. Notepad++ unter Windows) zu editieren.

Die letzte Zeile

append initrd=initrd.img

wird ergänzt um einen Eintrag für zugewiesenen Speicher. In meinem Fall sah das dann so aus

append initrd=initrd.img mem=2048M

Datei speichern, Stick anstecken, Dell T3600 Workstation damit booten uuuuunnnnddd….. tadaaa, Die Veeam Agent Oberfläche erscheint. Das sich diese nun nicht mehr bedienen ließ, konnte mit dem Anstecken einer PS2 Tastatur behoben werden. USB Tastatur wollte hier keine mehr reagieren.

Kurzer Check in den Netzwerkeinstellungen, Netzwerkkarte erkannt, IP per DHCP erhalten und somit konnte es losgehen im ersten Schritt die Anbindung an das Veeam Backup Repository zu konfigurieren. Die eigentliche Wiederherstellung lief dann so, wie man es von Veeam gewohnt ist. Schnell und zuverlässig. Nach einer Viertelstunde war das System auf den gewünschten Zeitpunkt zurückgesetzt.

Merke, die alte Weisheit mit Bart, daß ein Backup nur dann wirklich ein Backup ist wenn man die Wiederherstellung getestet hat, hat sich hier wieder einmal bewahrheitet. Glücklicherweise konnte das Recoverymedium noch an die spezifische Hardware angepasst werden. Das sollte man also künftig direkt bei der Einrichtung der Datensicherung mit erledigen. Und auf jeden Fall einen Testdurchlauf unter Echtbedingungen durchführen! Und dokumentiern! Eh  klar… 😉

falscher #wannacry Patchdownload für deutsches Windows XP

15 Mai 2017
15. Mai 2017

Folgt man dem technet blogartigel Customer Guidance for WannaCrypt attacks und lädt sich für ein deutsches Windows XP den vermeintlich passenden Patch herunter, bekommt man beim Installationsversuch auf einem Win XP SP3 folgenden unschönen Fehler: „Die installierte Windows-Version stimmt nicht mit dem Update überein, das installiert werden soll.“

Der Dateiname „WindowsXP-KB4012598-x86-Embedded-Custom-DEU.exe“ läßt einen ja schon erahnen, daß hier etwas nicht stimmt.

Über die Suche im Windows Update Catalog nach dem KB Artikel 4012598 findet sich aber ein gültiger funktionierender Download.

Hier der aktuell gültige Direktlink zum Patch für Windows XP SP3 DEU KB KB4012598

 

 

HPE DL380 Gen7 ILO ERR_SSL_BAD_RECORD_MAC_ALERT

24 Mrz 2017
24. März 2017

Beim Aufruf des ILO Interface an einem HPE DL380 Gen 7 trat der Fehler „ERR_SSL_BAD_RECORD_MAC_ALERT“ auf.

Der Internet Explorer blieb eine konkrete Fehlermeldung gar ganz schuldig.

Ursache ist die alte ILO Version (hier ILO3 1.16) im Zusammenspiel mit der TLS Einstellung im Browser. Im IE läßt sich das mit dem temporären Abschalten von TLS 1.2 beheben.

Dann läßt sich ILO wenigstens mit dem IE aufrufen. Hinterher wieder TLS 1.2 aktivieren nicht vergessen.

Für Chrome konnte ich die Einstellung nicht finden.

Windows 10 – Windows Server 2016 – Update hinter Proxy

25 Jan 2017
25. Januar 2017

Wenn ein interner WSUS das Update für die aktuellste Windowsversion noch nicht mitregelt und zusätzlich der Internetzugang über einen Webproxy organisiert ist, dann sucht sich der Updatedienst von Windows 10 bzw. Server 2016 nen Wolf nach neuen Updates. Ein ähnliches Verhalten (teilweise sogar gepaart mit Update Dienst Abstürzen) zeigten auch schon ältere Windowsversionen.

Die Proxyeinstellungen für den Internet Explorer welche über die Systemsteuerung -> Internetoptionen gepflegt werden greifen nicht.

Welche Proxysettings Windows Update nutzt, läßt sich mittels netsh winhttp show proxy in einer Konsole abfragen.

Um diesen Wert zu ändern bedarf es einer Konsole mit Adminrechten.

Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Man importiert die Einstellungen, welche bereits in der Systemsteuerung ->Internetoptionen hinterlegt sind,

netsh winhttp import proxy source=ie

oder man stellt es über folgendes Kommando selbst ein

netsh winhttp set proxy mein.proxyserver.local:8080

Hierbei ist selbstverstädlich ‚mein.proxyserver.local‘ sowie der Port ‚8080‘ gemäß der eigenen Umgebung anzugeben.

Wenn man Windows Update jetzt über das Einstellungen Menü aufruft, klappt der Abruf der Updates über den Proxyserver.

HP ProCurve VLAN Limit

02 Jan 2017
2. Januar 2017

Laut Datenblatt unterstützt das ProCurve Modell (2848) bis zu 256 VLANs gleichzeitig, bei der Konfiguration ist allerdings nach 8 VLANs Schluss. Standardmäßig ist das Limit 8 voreingestellt. Dieses läßt sich aber bis zum Maximalwert beliebig einstellen. Entweder im Config mode mittels

max-vlans 256

write memory 

reload

Switch startet bei ‚reload‘ neu.

Oder über das Menü

menu ->2. Switch Configuration... ->8. VLAN Menu... ->1. VLAN Support -> Maximum VLANs to support

Integrierte Windowsauthentifizierung mit Firefox

27 Okt 2016
27. Oktober 2016

Unser internes Intranet nutzt zur Nutzerauthentifizierung den Windowslogon. Um diesen bei Firefox durchzureichen muss man der URL Zeile

about:config

aufrufen und im Suchfeld (nach Bestätigung des Sicherheitshinweises) nach

trusted-uris

suchen.
Bei den ermittelten Suchergebnissen trägt man dann jeweils die freizuschaltende URL ein (per Doppelklick den Dialog öffnen). Mehrere Seiten werden per Komma getrennt aneinander gereiht.

ffox_ntlm-auth

 

MySQL Autostart Probleme unter Ubuntu

27 Okt 2016
27. Oktober 2016

Auf einem Ubuntu 14.04 Server startet MySQL nicht automatisch obwohl per

sudo update-rc.d mysql defaults

der Autostart aktiviert wurde. Grund ist die Datei

/etc/init/mysql.override

Diese Datei löschen, dann klappt der Autostart.

Microsoft .NET Framework 3.5 auf Server 2012 R2 installieren

20 Okt 2016
20. Oktober 2016

Man benötigt den Installationsdatenträger von Windows Server 2012 R2. Von diesem läßt sich das .NET Framework 3.5 nachinstallieren wenn die Installation per Gui (Hinzufügen von Rollen und Features) fehlschlägt.

dism /online /enable-feature /featurename:NetFX3 /all /Source:d:\sources\sxs /LimitAccess

Windows 10 – Massenaktivierung

30 Jun 2016
30. Juni 2016

Das Zeitfenster für das kostenlose Upgrade von Windows 7/8 auf Windows 10 endet bekannterweise am 29.7.2016.

Da ich im Unternehmen nicht mal schnell hop hop die Rechner auf Windows 10 upgraden möchte/kann, mir aber die Option für ein späteres (kostenloses) Upgrade wahren möchte, kam mir die Idee die Windows 10 Aktivierung der Rechner schon im Vorfeld durchzuführen. Hintergrund ist die Vorgehensweise zur Aktivierung von Windows 10 aus einem installierten aktiviertem Windows 7/8 ohne dabei das Setup zu bemühen.

Wie auf zahlreichen Seiten beschrieben (Bsp. heise.de) läßt sich mit dem Programm gatherosstate.exe aus dem Installationsdatenträger von Windows 10 eine sog GenuineTicket.xml erzeugen. Mit dieser Datei läßt sich eine frische Windows 10 Installation auf diesem Rechner aktivieren (Nach der Installation einfügen in C:\ProgramData\Microsoft\Windows\ClipSVC\GenuineTicket, Neustart, Onlinezwang!).

Die Idee ist nun also, einfach gatherosstate.exe auf jedem Rechner im Netz auszuführen der für ein evtl. Windows 10 Upgrade in Frage kommt. Um das ganze zu automatisieren, habe ich ein kurzes AutoIt Script geschrieben welches ich in kompilierter Fassung (als Win10UpdPrep.exe Datei) zusammen mit gatherosstate.exe per OCS Client Management auf alle betreffenden Rechner im Netz verteile. Das Script ruft gatherosstate.exe auf, wartet bis es fertig ist, prüft ob die XML Datei vorhanden ist, benennt diese um (Computernamen voranstellen) und mailt diese Datei dann an ein IT Postfach. Somit sammle ich die XML Files von allen Rechnern ein. Eine lokale Kopie lasse ich auch noch auf dem jeweiligen Rechner liegen.

Das AutoIt Script stelle ich HIER zur Verfügung.

Bleibt jetzt noch die Frage, ob die Aktivierung auf diesem Wege auch noch nach dem 29.7.2016 funktioniert.

Ich werds berichten.

[UPDATE 04.08.2016]

Wie beinah zu erwarten war, funktioniert die Aktivierung in dieser Form jetzt nicht mehr.

Welche vsphere Funktionen in welchen Editionen (v6.0)

09 Dez 2015
9. Dezember 2015

Musste einige Zeit googeln um etwas über mögliche Einschränkungen der Vmware vsphere Essentials Plus Kit Edition herauszufinden.

Natürlich gibt es die offizielle Vergleichsseite beim VMware

https://www.vmware.com/de/products/vsphere/compare

Aber diese Übersicht ist auch sehr hilfreich.

http://www.virten.net/2015/04/which-vsphere-6-0-features-are-available-in-editions/