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Acronis Home PXE Boot – Testversion / Trial License

17 Dez 2013
17. Dezember 2013

Um ein Acronis anstatt von einer CD oder USB Stick einfachererweise aus dem Netzwerk zu starten, bedarf es keines großen technischen Aufwands.
Man benötigt einen konfigurierbaren DHCP Server der bei der automatischen IP-Vergabe dem Client als zusätzlichem Parameter zur IP noch einen „Netzwerk Startserver“ mitgibt den dieser beim „Booten per Netzwerk“ anspricht.
Als zweites muß man den „Netzwerk Startserver“ in Form eines TFTP-Servers bereitstellen.
Für beide Anforderungen finden sich im Internet unzählige Anleitungen für alle erdenklichen Plattformen (z.bsp. tftpd32 unter Windows, tftp unter Linux)

Um jetzt ein Acronis aus dem Netzwerk zu booten bedarf es nur zwei Dateien von der Acronis CD, die auf dem TFTP Server bereitgestellt werden müssen. Eine kernel.dat und eine ramdisk.dat.
So weit, so einfach.

Nun zum eigentlichen Problem. Wenn man die besagten Dateien von der Boot-CD oder aus einem selbst erstellten ISO File verwendet, kommt es beim Versuch einer Datensicherung zu folgender Meldung

Dies allerdings nur, wenn man eben per Netzwerk bootet. Bootet man von der besagten CD von der die Dateien stammen, funktioniert die Sicherung einwandfrei. Eine Wiederherstellung einer Sicherung ist immer möglich.
Lösung:
Die Dateien müssen von einem selbst erstellten Wiederherstellungsdatenträger (Rescue Media, kurz RM) stammen. Der Datenträger muss aus einer vollständig lizensierten und aktivierten Acronis Installation heraus erstellt werden. Darüber hinaus darf man nicht fälschlicherweise die o.g. Dateien kernel.dat und ramdisk.dat verwenden (die tatsächlich vorhanden sind) sondern die Dateien dat2.dat und dat3.dat.
Am einfachsten wählt man beim Erstellen des RM als Ziel einen USB-Stick (NICHT CD, NICHT ISO). Der angesteckte Stick wird dabei nicht gelöscht sondern nur um diverse Ordner und Dateien erweitert.
Im Rootverzeichnis des Stick befinden sich anschließend u.a. die genannten Dateien dat2.dat und dat2.dat wobei es sich bei der dat3.dat um die besagte kernel.dat und bei der dat2.dat um die besagte ramdisk.dat handelt.
Man kann sich im Endeffekt das umbenennen schenken, die Dateinamen spielen beim Startvorgang keine Rolle.
So sieht bspw. der Eintrag in der default Datei auf meinem Linux TFTP Server aus, um Acronis zu starten:

LABEL acronis2013
MENU LABEL Acronis True Image 2013
KERNEL /acronis2013/dat3.dat
APPEND initrd=/acronis2013/dat2.dat vga=791 root=/dev/ram0 quiet

Alles weitere zur Einrichtung einer PXE Umgebung läßt sich googeln. Ich möchte hier nur auf das bei mir aufgetretene Problem mit der Testversion hinweisen und die Lösung aufzeigen.